Elberadweg: Hamburg - Dresden 750 km - Ein Erfahrungsbericht
aufgeschrieben und fotografiert von Carmen Mahrow.
Reisezeit
Anfang September 2006 Ca. 10 Tage
Packliste (Was sollte ich mitnehmen?)
kurze und lange Radhose
schweißaufsaugende Trickots
Turn-/Fahrradschuhe bzw. Fahrradsandalen
Eventuell Fahrradhelm (hilft auch gegen Sonne)
Regenbekleidung (Jacke und Hose)
Sonnenschutz
Kleidung zum Wechseln
Kleine Reiseapotheke
Kartenmaterial, Radreiseführer
Fotoapparat
Fahrradwerkzeug, Ersatzschlauch
Unsere Anreise
Wir sind mit unseren eigenen Fahrräder und einem kostengünstigen Wochenendticket über Berlin und Schwerin nach Hamburg gefahren. Die Fahrräder konnten wir problemlos in den Regionalexpresszügen transportieren. Die Mitnahme von Fahrrädern im EC/IC/ICE ist etwas schwierig. Man muss die Fahrräder vorher anmelden.
Unsere Unterkünfte
Die erste Unterkunft in Hamburg hatte ich bereits einige Wochen im voraus reserviert, um am Anreisetag sicher zu gehen, dass man nur die eingeplante Strecke nach der doch etwas langen Bahnfahrt radeln zu müssen. Die weiteren Unterkünfte haben wir meist mittags per Telefon reserviert, so konnte man schon in etwa die Tagesetappe abschätzen. Der Bikeline-Radreiseführer ist dabei eine gute Hilfe. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei.
Wir hatten eine grobe Planung von ca. 70 bis 80 km Radeln am Tage. Die Etappenzielorte hatte ich so gewählt, dass man eine größere Auswahl an Unterkünften hat (falls es doch vorkommen sollte, dass kein Zimmer mehr frei sein sollte). Anfang September war dies allerdings nicht das Problem.
Der Elberadweg führt meist auf asphaltierten Radwegen auf oder neben den Deichen entlang. Ab und an führt er auch über wenig befahrene Landstrassen.
Unsere Tour führte uns durch die sehr schönen Norddeutschen Städte Lauenburg, Hitzacker und Schnackenburg, wo ein Strassencafe gern auch mal zum Verweilen einlädt. Die alten Backsteinhäuser prägen das Strassenbild.
Die Elblandschaften sind geprägt von Deichen, weitläufigen Feldern und Weiden. Verglichen mit dem Elbtal in unserem Bereich des Elberadwegs sieht man die Elbe nicht all zu oft. Führt der Radweg auf einer Deichkrone entlang, so kann man die Elbe in einiger Entfernung sehen.
Auf unserer Tour hatten wir einerseits Glück mit dem Wetter und andererseits mit der Windrichtung. Der Elberadweg ist sehr windanfällig. Die Radfahrer die uns bei meist doch sehr böigen Gegenwind entgegenkamen hatten nicht sehr viel Spass beim Radeln.
Unsere Route führte uns weiter nach Havelberg und einem Besuch des Doms sowie einem abendlichen Spaziergang über die Inselstadt und entlang der alten Stadtbefestigung.
Weitere Höhepunkte erwarteten uns in Tangermünde mit einem Abstecher zum Kloster Jerichow (ca. 20 km).
Auf dem Weg nach Magdeburg (Dom , Kloster Unser Lieben Frauen, Hundertwasserhaus) führt der Elberadweg vorbei an der Doppelschleuse Hohenwarthe und dem Europäischen Wasserstrassenkreuz. Es ist schon ein imposantes Bauwerk und beeindruckend, wenn die große Anzahl an Schleppschiffen auf dem Weg in Richtung Berlin über eine große trogförmige Brücke die Elbe überqueren.
Weiter geht es in 80er-Tagesetappen über Dessau (Wörlitzer Park, Bauhaus), Lutherstadt Wittenberg (Schlosskirche mit Thesentür, Lutherhaus), Torgau (historisches Stadtzentrum), Riesa, Meißen nach Dresden.
Mein Fazit
Dieser Aktivurlaub war trotz körperlicher Belastung sehr erholsam. Die Elblandschaft bietet viele unterschiedliche Landschaften ( Deiche, Auwälder, Weinhänge). Man kann wunderbar abschalten und seinen Gedanken freien Lauf lassen beim Radeln.
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